Donnerstag, 22. Februar 2018

Poncho VERSILEA - aus dem neuen Buch von Meine fabelhafte Welt

Das erste Buch der lieben Sandra von Meine fabelhafte Welt , "Sommerlooks stricken" ist gerade im EMF-Verlag erschienen, und nun darf ich endlich von meinem kleinen Beitrag zum Buch berichten!

Ich durfte Teil des Teststricker-Teams sein, und die Anleitung zum Poncho "Versilea" testen.

Das Garn für den Poncho, Lamana Como, habe ich schon einmal verstrickt für meine Loppa-Jacke, und es dabei lieben gelernt: es ist superweich und leicht, und hat mit 120 m auf 25 g eine super Lauflänge für einen fairen Preis. Und die Farbauswahl ist riesig!


Für meinen Test fiel die Wahl nicht schwer, ein dunkelblauer Poncho fehlte in meinem Kleiderschrank, und die Entscheidung fiel für den Farbton Jeans.


Bis die Garnlieferung mit der Anleitung eintraf, wusste ich zwar, dass es um einen Poncho geht, aber nicht, wie genau er aussehen würde. Aber das ist ja das Aufregende bei einem Test!

Der Poncho besteht aus Vorder- und Rückenteil, beide haben am Saum eine wunderschöne Lochmusterborte, die anhand eines Charts gestrickt werden. Wie bei mir üblich bei Lacemustern, dauert es immer ein Weilchen, bis es "sitzt", aber nach ein paar Wiederholungen strickt es sich aus dem Kopf. Komplizierter fand ich, den V-Ausschnitt symmetrisch zu stricken, da musste ich bei den Zunahmereihen sehr genau aufpassen, dass ich nicht zu viele stricke und der Ausschnitt am Ende schief ist.

Ansonsten fand ich die Anleitung, kurz, knapp und klar. Es gibt eine bemaßte Modellskizze zur Orientierung, die die Strickrichtung angibt, und so ist der Poncho eindeutig ein "Nebenbei-" oder "Unterwegsprojekt", das man beim Fernsehen oder in der Bahn stricken kann.

Gut gefällt mir auch die Länge, und das weich Fließende der Form - damit schummelt man sich auch noch das eine oder andere Kilo weg 😊



Auf diesem Foto ist der Poncho zwar etwas verrutscht, dafür sieht man die Lochmusterborte sehr schön:

Hier sieht man das Lochmuster noch einmal etwas genauer:


Abweichend zur Anleitung habe ich den Ausschnitt rundherum noch mit einer Reihe Krebsmaschen umhäkelt. Die Kanten waren mir etwas labberig geraten, und erhalten so noch etwas Stabilität.

Von den 12 Knäueln, die Sandra mir zur Verfügung gestellt hat, habe ich 10.5 benötigt. Mit einem Rest schließe ich vielleicht noch die Seitenkanten, damit der Poncho etwas weniger flattert, wenn man ihn anstelle einer Jacke obendrüber trägt.


Der fertige Poncho ist meiner Meinung nach ein Ganzjahreskleidungsstück - meine Tragefotos sind an einem knackig kalten Tag auf der Seebrücke von Binz entstanden. Ohne Jacke war's zwar ganz schön kalt, aber unter dem Mantel hat mich Versilea beim Spaziergang am Strand hervorragend gewärmt, ohne schwer zu belasten.

Ein paar Urlaubsfotos habe ich für euch auch noch im Gepäck - es war einfach zu herrlich an der Ostsee: 


Schaut mal vorbei bei Meine fabelhafte Welt - hier gibt es die Strick-Kits zu den Modellen aus dem Buch, und ich finde, es sind viele schöne Teile dabei!

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RUMS
Liebste Maschen

(Anmerkung: Das Material für den Teststrick wurde mir durch MfW zur Verfügung gestellt - die Meinung zur Anleitung ist jedoch meine eigene. Weitere Vergütung habe ich für den Teststrick nicht erhalten)













Sonntag, 18. Februar 2018

FJKA 2018: Diese Farbe!

Beim heutigen zweiten Termin zum FJKA geht es "eigentlich" um die endgültige Entscheidung zu Garn und Anleitung.
Diese Punkte habe ich beim letzten Mal schon abgehakt:
Ich stricke den Pullover "Sprig" nach einer Anleitung von Alana Dakos aus dem Buch "Botanical Knits 2".

Als Garn habe ich mir aus dem Urlaub Madelinetosh Merino Twist light in passendem Grün mitgebracht, und ich muss sagen: Ich bin hin und weg von dieser Färbung.
Die knallt so schön und macht beim Stricken einfach gute Laune!
Denn natürlich habe ich schon angefangen.

Die Konstruktion ist etwas speziell: der Halsausschnitt wird von der linken Schulter aus begonnen und assymmetrisch gestrickt. Zunächst wird der linke Ärmel dadurch länger als der rechte. Soweit ich verstanden habe, wird der Unterschied am Ende ausgeglichen durch die Halspasse mit dem wunderschönen Blättermuster.

Die Ärmel werde ich vermutlich länger stricken als vorgesehen, Dreiviertelärmel sind mir meist zu kühl. Aber bis dahin ist ja noch einiges zu stricken...
Die Anleitung jedenfalls ist bisher gut verständlich und eine von der Sorte, bei der man einfach das tun muss, was die Anleitung sagt.

Terminlich muss ich mich allerdings sputen. Mir ist nämlich noch ein Teststrick dazwischen gekommen aus ganz tollem Material: Angora und Cachemire Plus von Bergère der France. Was daraus wird, darf ich allerdings noch nicht verraten.

Ich gehe also sozusagen mit zwei Projekten an den Start😊
Die Jäckchen und Pullover der übrigen Mitstrickerinnen (darunter einige in ähnlich fröhlichem Grün!) finden sich übrigens hier beim FJKA des Memademittwoch.





Sonntag, 11. Februar 2018

FJKA 2018 - ich habe eine Mission

Ach, wie freue ich mich - es gibt auch dieses Jahr wieder einen Frühlingsjäckchen-Knit-Along!
Inzwischen ein Klassiker, lang erwartet wie der jährliche Weihnachtskleid-Sew-Along. 
Dieses Jahr betreut von Sylvia / Frauenoberbekleidung und Malou.Vielen Dank an die beiden für die Organisation!

Bevor ich euch von meiner Idee für dieses Jahr erzähle, will ich noch einmal Rückschau halten auf die bisherigen Frühlingsjäckchen und - Pullover, denn die trage ich allesamt gern und häufig:

Mein Jäckchen aus 2016 ist dieses hier nach der Anleitung Timeless Beauty vom Garnstudio:

Auch nach zwei Jahren intensiven Tragens ist es noch gut in Schuss. Die Knopfleiste war ein bisschen ausgeleiert, aber ich habe sie inzwischen mit Stoff verstärkt. Und das Garn - Drops Alpaka Silk - ist sehr trageangenehm, ohne zu warm zu sein. Für mich ein sehr gelungenes Werk, dass mich im verregneten letzten Sommer sehr häufig begleitet hat.


Letztes Jahr bin ich mit zwei Projekten ins Rennen gegangen:
Armande von Andi Satterlund ist eine eher derbere Jacke, die ich sehr gern zu Hause trage. 


Ich hatte unbedingt etwas aus Malabrigo Rios stricken wollen - und das Garn war genau richtig dafür. Die Jacke hält schön warm, ist lang genug, hat Taschen und damit alles, was ich brauche.


Das zweite Projekt war schon ein sommerliches: "Hint of Summer" wurde denn auch erst im Mai zum Finale der Herzen fertig. Die dünne Garnkombi strickte sich langsam - aber das Ergebnis hat gelohnt, und auch dieses Pullöverchen wurde im letzten Jahr sehr häufig getragen.





Damit habe ich alsofür meinen Kleiderschrank schon drei Volltreffer gelandet. Dies will ich dieses Jahr wieder schaffen. Und es gibt eine Vorgeschichte.

Dieses Projekt ist von langer Hand geplant. Im letzten Sommer schon habe ich mich schockverliebt in SPRIG. Das ist ein wunderschöner Pullover aus dem Buch "Botanical Knits 2" von Alana Dakos.
Die Anleitung gibt es nur im Buch, und wenn ich mir ein Buch mit Anleitungen kaufe, nur weil mir davon EINE gefällt, dann ist die Liebe schon sehr groß.

Wer ornamentale Strickmuster mag, die botanische Formen - Zweige, Bäume, Blätter - abbilden, der wird in diesem Buch viele wunderbare Anleitungen für Jacken, Pullover, Mützen, Tücher und Handschuhe finden. Sprig allerdings ist mein absoluter Favorit aus dem Buch. 

Der Wunsch, diesen Pullover zu stricken, hatte sich also schon frühzeitig in mir festgesetzt. Im August war ich mit meinem Mann in Amsterdam, und ganz zufällig kamen wir bei Stephen & Penelope vorbei - in diesem Garnparadies würde sich doch sicher ein passendes Garn finden lassen?


Es war zwar schwierig, aber dank kundiger, geduldiger Beratung fand es sich. Madelinetosh Merino Twist Light in der sensationellen Farbe Jade. Es wird also wirklich grün.
Ich habe kaum etwas Grünes in meiner Garderobe (dieses Jäckchen und dieses Shirt). Aber welche andere Farbe sollte man für diesen Pullover sonst nehmen?

 
Kurzzeitig zauderte ich doch noch ein bisschen mit dem Knallgrün und habe zwei Maschenproben gestrickt - einmal das Garn einfädig, einmal zusammen mit Drops Kidsilk in Apfelgrün.
Das Ergebnis schlug dann eindeutig aus - es wir einfädig, so dass die wunderbare Farbe gut zur Geltung kommen kann.

Und so kommt mir der Termin des FJKA genau recht, um mein lang gehegtes, lange vorbereitetes Projekt endlich zu realisieren.


Die Ideen der Mitstrickerinnen finden sich hier gesammelt.
Außerdem verlinkt zu  Maschenfein - auf den Nadeln Februar













Mittwoch, 7. Februar 2018

Der 7/6 Partyrock

Heute treffen wir uns wieder zum monatlichen MeMadeMittwoch. Unsere  Gastgeberin präsentiert einen wunderschönen Rock mit Rüschen und Falten, der mir auch gut gefallen könnte. Mein Rock, den ich heute zeige, hat auch Falten - aber ich will von vorne berichten.
Ich gebe zu - zur Zeit stehe ich total auf die Schnittmuster von Crafteln.
Angefixt wurde ich mit dem Stadtmantel, der mir auf Anhieb großartig gelungen ist und auf Anhieb passte.
Die Heldinnentasche, die ich probenähen durfte, ist eine feine Ergänzung dazu und ein gutes Beispiel, dass bei Schnitten aus dem Hause Stokx sich am Ende alles so fügt wie es soll und Sinn macht.
Mit dem Ninjakleid habe ich mir ein bürotaugliches Kuschelkleid geschaffen, das schnell und einfach zu nähen war und superbequem ist.
Und nun habe ich mir den Partyrock, eines der ersten Schnittmuster von Crafteln, vorgenommen.

Der Schnitt kommt zum Ausdrucken auf A4 daher, dies ist aber schnell erledigt, da nur wenige Seiten zusammengesetzt werden müssen: Es gibt nur ein Schnitteil für die Rockbahn, das mehrfach verwendet wird. 

Zutaten braucht es wenig: Stoff (ich habe schwarzen Babycord verwendet), einen Reißverschluss, Schrägband für den Saum, und natürlich Garn.
Beim Einkauf der Zutaten habe ich meinen Garnvorrat wieder einmal aufgestockt und musste danach ein Aufbewahrungsproblem lösen - eine hübsche Bonbonniere vom Möbelschweden schafft seither Abhilfe und schmückt mein Nähstübchen: 

Bei dunklen Stoffen übertrage ich das Schnittmuster gern mit hellem Kajalstift auf den Stoff und schneide dann zu. Kajal ist besser sichtbar als Schneiderkreide, lässt sich leichter auftragen, haftet besser und länger und lässt sich problemlos auswaschen: 

Was mir ein wenig Kopfzerbrechen bereitete, war die Frage, wie die zahlreichen Markierungen der Falten vom Schnitt auf den Stoff zu übertragen seien.
Schließlich kam die zündende Idee: Ich habe alle zugeschnittenen Rockbahnen übereinander gelegt, obendrauf das Schnittmuster, und alle Markierungen mit einer dicken Nadel und einem Faden durchgestochen.
Anschließend habe ich das Schnittmuster als oberste Lage entfernt, die Fadenmarkierungen bleiben erhalten, und Lage für Lage konnte ich die Markierungen nun miteinander verbinden.

Die Falten werden dann abgenäht, und - der Crafteln-Moment! - fügen sich beim anschließenden Aufeinanderstecken ganz easy zu einer geschwungenen, glatten Kante zusammen:


Fertig genäht, sehen sie so aus:
Wenn man die Sache mit den Falten einmal geschafft hat, ist der Rest ein Klacks.
WENN man sich selbst richtig vermisst UND auch das Kontrollquadrat beim Ausdrucken des Schnitts kontrolliert.
Letzteres habe ich versäumt. Und als der Rock quasi fertig war, stellte ich bei der Anprobe fest: Sitzt SEHR spack. Atmen fast unmöglich. Und büschen kurz ist er auch geraten.
Kommt davon, wenn das Kontrollquadrat statt 30x30 mm nur 27x27 mm misst. Mist!

Auslassen aller Nahtzugaben half nichts - es fehlten insgesamt knapp 10 cm Umfang. Was tun?
Hey, es ist ein Bahnenrock! Hey, ich habe noch genügend Stoff!
Also habe ich kurzerhand noch eine weitere Rockbahn zugeschnitten und eingesetzt, anschließend die Bundweite noch etwas verkleinert - das geht hier ganz einfach zu bewerkstelligen. Nun hat mein Partyrock eben sieben Bahnen statt sechs. Aber er passt und ist nun auch lang genug, da der Bund von knapp unter der Brust auf die Taille gerutscht ist, wo er hingehört.
Nachteil ist, dass die Saumweite sich weiter erhöht und man am Ende noch mehr Schrägband vernähen muss also ohnehin schon 😆

Statt des ursprünglich gekauften gepunkteten Baumwollschrägbandes habe ich mich zum Schluss doch für einfarbiges aus dem Bestand entschieden (hätte ich lieber gleich mal die Vorräte sichten sollen). Der Schrägbandeinfasser-Nähfuß hat mir bei der Menge Band wieder sehr gute Dienste geleistet.

 Und fertig ist er nun, mein Partyrock mit sieben Bahnen:
 

Eingeweiht habe ich ihn am letzten Wochenende, tatsächlich zu einer Feier: Unser japanischer Nachbar wurde 80 Jahre alt und lud zu einem Hauskonzert mit anschließedem Abendessen. Gut, dass der Rock nicht nur gut kleidet, sondern nun genügend "Kuchenreserve" bietet!
Den Reißverschluss trage ich hinten statt seitlich, so fällt die Assymmetrie nicht so auf, die sich durch die siebte Rockbahn leider ergibt und die man oben auf den Fotos an der Puppe sehen kann.
Die Falten geben dem Rock Stand und Volumen, das gefällt mir sehr gut!

Und der weite Rocksaum schwingt SOO schön:
Mit dem Partyrock ist somit wieder einmal ein besonderes Kleidungsstück mit dem gewissen Pfiff in meinem Kleiderschrank eingezogen. Den Rock werde ich sicher häufig tragen, denn er ist schlicht und bequem. Vielleicht folgt noch eine Sommerversion (diesmal mit korrekt gedrucktem Quadrat und nur mit sechs Bahnen - einen Stoff hätte ich schon im Visier.

Für die Stoffdiät schlägt der Rock mit 2.50 Metern zu Buche. Außerdem habe ich damit meine Nähfaulheit überwunden, die mich immer Anfang des Jahres befällt. Tschakaa!

Damit mir der Schwung nicht verloren geht, habe ich für den Februar dieses Projekt aus anthrazit gemustertem Viskossejersey vor:


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Memademittwoch
12x MeMade - Januar von Chrissy










Dienstag, 6. Februar 2018

Ich liebe ROT! (NoFrills Cardigan von Petite Knits)

Letzten Herbst bin ich über den Cardigan "NO FRILLS" von Petite Knits gestolpert.
Mäntel "für drinnen" gehören momentan zu meinen Lieblingskleidungsstücken. Und genau so einen suchte ich noch für meine Garderobe.

Im Stash fanden sich vier Stränge Malabrigo Socks in der wahnsinnigen Farbe Ravelry Red. Für sich allein genommen war das Garn zu dünn für die Maschenprobe. Ergänzt um Lamana Piura in karmin, das farblich als Beilauffaden genau passte, kam die MaPro jedoch hin, und los ging's Ende November im MiniKAL mit einer lieben Strickfreundin.

Die Anleitung ist tatsächlich "no frills" - sie ist relativ kurz und knapp gehalten, und dennoch kann man kaum etwas falsch machen. Gestrickt wird RVO, die Technik erinnerte mich ein bisschen an den Whippet, den ich im Jahr davor gestrickt hatte.



Ist die Farbe nicht der Knaller?
Auf dem Foto oben kann man die leichte Melierung des Malabrigo-Garns sehen. Grundsätzlich gefällt mir das sehr, da ein unifarbenes Strickstück dadurch nicht so massiv wirkt. Bei meinen vier Strängen hatte ich allerdings einen ganz krassen Ausreißer, der viel heller war als die anderen drei Stränge. Den Übergang zwischen diesem und dem folgenden Strang musste ich blenden, vom Kragen zum Saum wird die Jacke so etwas dunkler. Wenn man es nicht weiß, fällt es kaum auf, aber beim Stricken war es schon ein deutlicher Unterschied.



Trotz der länger werdenden Reihen wuchs die Jacke recht schnell. Nach Neujahr kam der spannendste Teil: Die Taschen. Diese werden nahtlos eingestrickt, und hier muss man tatsächlich ein bisschen aufpassen.

Anfang Januar konnte ich das gute Stück schließlich abketten und endlich anziehen.
Tragefotos entstanden an einem milden Sonntag beim Spaziergang rund um unseren Dorfteich.

Mit der Passform des Cardigans bin ich sehr zufrieden. Die Schultern sitzen, wo sie sollen, ebenso die Taschen, und sogar bei der Ärmellänge musste ich nicht tricksen.


Einzig in der Länge habe ich etwas gekürzt, allzu lang sollte die Jacke nicht werden. Wie sie jetzt ist, hat sie für mich die ideale Länge und schaut auch unter dem Wintermantel nicht heraus.

Von meinen je vier Strängen Malabrigo Socks und Lamana Piura habe ich 3.5 verbraucht. Macht etwa 1400 m pro Garn, 2800 Meter insgesamt - damit schlägt sich die Jacke sehr gut bei meiner Wolldiät!

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Sonntag, 28. Januar 2018

Stoffdiät 2018 - der große Rückfall

Ich gebe zu - Anfang des Jahres dachte ich, ich komme davon, die Stoffdiät sei mit dem Abschlusspost zum Kalenderjahr 2017 beendet.
Weit gefehlt: Antje, unsere "Meisterin" macht weiter und hat wieder einen wunderbaren Fahrplan für die kommenden 12 Monate aufgestellt.

Da ich mich, wie gesagt, sicher fühlte, muss ich zunächst einmal eine ganz große Sünde beichten.
Ich war beim Lagerverkauf von Lillestoff. Mit KapeAnlumi und Dashabichselbstgemacht und einer weiteren lieben Nähfreundin.
Und es kam, wie es kommen musste: Wir waren allesamt in Extase. Und das sah am Ende so aus:
 Immerhin habe ich für fast alle Stoffe einen konkreten Plan:
  
Ein Meter "Breeze" ("das ist GENAU DEIN Stoff! Den MUSST du kaufen!" wurde ich beschwatzt) wird ein Kurzarmshirt werden.

Zwei Meter Viskosejersey in schwarz-Anthrazit werden zu Kleid 24 aus der Fashion-Style 12/17, den Ausschnitt und evtl die Ärmelbündchen werde ich mit curryfarbenem Jersey paspeln.
Dieser wunderschöne Modal hat mich total entzückt und gehört zur künftigen Sommerkollektion. Anderthalb Meter werden zu einem Wasserfallshirt verarbeitet: 
 

Und der Katzenjersey mit passendem Kombistoff, insgesamt 1.20 m aus der Restekiste, wird ein Nachthemd.
Noch keinen ganz konkreten Plan habe ich für den schönen festen Jeansjersey "Baila", zwei Meter haben laut nach mir gerufen und wollen ein Kleid werden. Ein Stück passenden Kombistoff in Uni habe ich sicherheitshalber noch mitgenommen, um ein bisschen kreativen Spielraum zu haben.
Bloß welches?
Ein Baukastenkleid aus der Fashionstyle 11/17? 
Caya oder Ponte aus Ottobre? Oder das schöne Kleid Nr 7 mit Schwanenhals aus der  Fashionstyle 12/17? Was meint ihr?

 Außerhalb von Lillestoff sind noch weitere 2 m schöner dicker Hilco-Jersey in weinrot dazugekommen, der zu Fanö von Schnittbox vernäht wird. Der Schnitt ist schon ausgedruckt und hat mich beim Zusammensetzen schon ein bisschen geärgert. Hoffentlich ist das kein Trend, der sich beim Nähen fortsetzt...

Insgesamt also ansehnliche Zugänge von 10,20 m.

Wie auch in den letzten Jahren, musste ich im Januar erst einmal eine Art Näh-Lähmung überwinden. Anfang des Jahres finde ich häufig einfach nicht in den Nähflow. So habe ich erst einmal kleinere Sachen genäht.
Der beste Ehemann von allen bekam seine lang gewünschten Schonbezüge für die Terrassenlautsprecher, deren Segeltuchstoff (normalerweise macht man daraus wohl Spinnaker) sich nicht so gut mit der Nähmaschine vertragen hat. 

Und eine Strickfreundin bekam einen Friemelstilo genäht als Projektbeutel.

Die Stoffe für beide Projekte sind nicht in der Bilanz erfasst, zählen also auch nicht als Abgänge.
Das erste große Vorhaben für dieses Jahr habe ich am letzten Wochenende fertig gestellt, den Partyrock von Crafteln. Der hat immerhin 2.50 m Babycord verbraucht, und ich habe das erste Projekt auf meiner Liste für 2018 erfolgreich erledigt. Den Partyrock zeige ich demnächst genauer.

Alle Zugänge erfasse ich wie gehabt in einem Notizbuch:
 Vorne klebe ich kleine Proben der Stoffe ein, die ich gekauft habe, und schreibe auch die Pflegehinweise hinzu. Hinten erfasse ich dann die Zugänge, und separat davon die vernähten Abgänge. Als Abgang zählen bei mir die fertig genähten Projekte, nicht die zugeschnittenen.

Aktuell verfüge ich über 24.80 m - und daher sieht die Stoffkiste leider wieder so aus:
Ziele für das neue Jahr:
- weiter buchführen über die Stoffe - das Wissen über die vorhandenen Meter hat mich tatsächlich schon so manches Mal von Exzessen beim Stoffkauf abgehalten
- die Ufo-Hose, bei der seit November nur noch Bund und Säume fehlen, endlich fertigstellen. Auf die hab ich einfach so gar keine Lust mehr.
- Stoffe projektbezogen kaufen und möglichst zeitnah vernähen
- kein schlechtes Gewissen haben, wenn es mit der Nähzeit mal nicht so hinhaut
- am Ende des Jahres nur noch so viel Stoff haben, wie in die Kiste passt. Je nach Stoffbeschaffenheit ist das mehr oder weniger als jetzt - daher will ich mich nicht auf Meter festlegen. Aber der Deckel sollte immer zu schließen sein. Schon allein, damit die Katzen nicht in der Kiste schlafen.

Ähnliche Ziele habe ich mir übrigens auch für meine Wolldiät gesetzt - Ziel generell ist, nicht mehr zu lagern als der Platz hergibt, und die verfügbare Zeit realistisch einzuschätzen.

Meine Vorsätze wandern zu Küstensockes Linkparty, wo die Vorsätze der anderen Mitstreiterinnen zu lesen sind.
















Dienstag, 9. Januar 2018

Wolldiät 2018 - Bestandsaufnahme und Ziele

 Im letzten Jahr habe ich eine Stoffdiät gemacht, die im Rahmen einer Linkparty organisiert war. Alle zwei Monate trafen sich die Teilnehmerinnen, um über ihre Fortschritte (und Rückschläge) zu berichten und sich gegenseitig Lob, Trost oder Motivation zu spenden. Das hat für mich super geklappt - es war ein bisschen so, wie ich mir die Weight-Watchers-Treffen vorstelle: Um nicht beim nächsten Treffen zugeben zu müssen, wieder Stoff gekauft zu haben, habe ich es gleich bleiben lassen. So ist mein Stoffbestand innerhalb der letzten 12 Monate um stolze 27 Meter geschrumpft, und ich habe wieder Platz in der Stoffkiste. Und das, obwohl ich trotzdem Stoff gekauft habe - vernäht habe ich nämlich über 43 Meter.

So möchte ich das gern mit dem Wollbestand auch handhaben.

Einen Überblick habe ich mir verschafft - hier zeige ich euch meine Vorräte:


Die Kiste vorne ist eine Kiste voller Reste. Manchmal nur Fädchen, manchmal noch halbe Knäuel. Die Wolle in dieseer Kiste ist nicht erfasst. Vielleicht werde ich sie wiegen, um die Abgänge dokumentieren zu können.
Rechts oben ist eine Kiste gemischt mit Restknäulen aus abgeschlossenen Projekten.
Die mittlere Kiste beherbergt hauptsächlich Sockenwolle.
Und in der großen Kiste links lagert hauptsächlich Garn für konkrete Projekte.


Aktuell habe ich über 16 km Wolle im Schrank (den Stash habe ich mit Hilfe von Ravelry erfasst. Das ist zwar ein bisschen zeitaufwändig, aber liefert harte Fakten).
Diese 16 km stressen mich.

Konkret stresst mich folgendes - und das war das Gleiche bei meinem Stoffbestand: Ich habe zwar einen Überblick über mein Lager. Vieles ist auch konkreten Projekten zugeordnet. Aber es kommen immer wieder Verführungen über den Weg - neue Garne, oder tolle neue Projekte, die im www lemminghafte Begeisterung auslösen, und die ich unbedingt stricken will. So kaufe ich neue Wolle, die ich immerhin dann auch zeitnah verstricke - aber die bereits vorhandene bleibt im Stash, und zwischendurch habe ich nicht mal Platz, die Wolle des aktuellen Projekts zu lagern.Im Prinzip nervt mich also meine Disziplinlosigkeit gepaart mit einer scheinbar völlig falschen Einschätzung meiner verfügbaren Strickzeit.

So habe ich mir für die nächsten 8 Wochen folgendes VORSÄTZE gefasst:
  • Alles noch einmal durchgehen und AUSSORTIEREN, was ich nicht mehr verstricken möchte. 
  • Die Wolle so ORDNEN, dass ich immer die fürs aktuelle Projekt im Zugriff habe, und nicht beim Kramen nach dem nächsten Knäuel von Streichelwolle Flausen in den Kopf gesetzt bekomme.
  • Einen PROJEKTPLAN aufstellen. Dieser heißt in meinem Fall: erst einen dicken Pullover aus Drops Air. Sieben Knäuel aus der Kiste links wären damit verschwunden, und es wäre schon ein bisschen mehr Platz drin.
  • DOKUMENTATION! Meine Projekte und die Entwicklung des Stashs, erfasse ich weiter bei Ravelry, da lässt sich die Wolle aus dem Stash schön zuordnen, und man sieht den Erfolg, wenn die Wolle vom Stash in die Kategorie "verstrickt" wandert.
  • VERSUCHUNGEN MEIDEN: wer nicht in den Woll-Laden geht, kann auch nichts kaufen. Wer nicht online stöbert, kann auch nichts kaufen. Wer keine Newsletter bekommt, wird nicht von Angeboten verführt.
  •  Klare REGEL: Keine UFOs. Erst wenn ein Projekt fertig ist, wird das neue angefangen. Und wenn zwei Projekte fertig sind, darf für ein neues neue Wolle gekauft werden. Zukäufe, um neue Projekte aus dem Bestand umsetzen zu können, sind ebenfalls erlaubt.
Nun seid ihr an der Reihe. Was sind eure Ziele? Woran genau stört ihr euch bei eurem Stash und Eurem Umgang damit?

Hier geht es zur Linkparty - das Tool ist für zwei Wochen geöffnet. Auf Facebook oder Instagram könnt ihr durchgängig mitmachen - ich freue mich auf Euch!

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