Mittwoch, 13. Dezember 2017

Eine wahre Heldin

Am vergangenen Freitag ist das neue Schnittmuster von Crafteln erschienen:
Die Heldinnentasche nach der Paniertasche von stokx.
Und ich durfte zum ersten Mal Probenähen.
Was war ich aufgeregt! Also eine Tasche in diesem Fall. Nach meinen sehr guten Erfahrungen mit den Stokx-Schnitten durch das Ninja-Kleid und den Stadtmantel war ich sicher, dass das Design auf jeden Fall durchdacht sein würde- eine tolle Tasche würde das werden!

Bei einem Ausflug nach Berlin entschied ich mich bei Frau Tulpe für Softshell in grau und kaufte gleich das Zubehör mit dazu: einen doppelten Reißverschluss, eine Schnalle, Gurtband und Leiterschnallen. Im Crafteln-Shop gibt es dieses Zubehör, insbesondere eine drehbare Steckschnalle, gleich zu kaufen, was ich extrem praktisch finde. Ich war nämlich vorher schon in einigen anderen Läden und fand nie das, was mir vorschwebte.


Der Schnitt kommt, wie alle Crafteln-Schnitte als pdf zum Selbstausdrucken und als Datei zum Plotten. Es sind nur wenige Teile zum Zuschneiden, man kann also recht schnell loslegen.
Das Nähen der Tasche ist schon etwas anspruchsvoller, es gibt Kappnähte, französische Nähte, einzuschlagende Säume...


Im Team Crafteln wurden aber alle Unklarheiten, technischen oder Verständnisprobleme schnell und kompetent miteinander gelöst, und am Ende ist es mit der Heldinnentasche wie mit allen Schnitten von Meike:
Es wird super. Es wird schnörkellos. Es wird praktisch. Genau meins.

Und die fertige Anleitung ist mit detaillierten Beschreibungen, Grafiken und Tutorials ausgestattet, so dass man gut zurechtkommt.

Mit meinem Softshell hatte ich allerdings etwas zu kämpfen. Ich habe das Material noch nie vernäht, und an den kniffligeren Stellen, wo mehrere Lagen Stoff aufeinandertreffen, streikte meine Nähmaschine. Softshell gibt zwar einen schönen Stand, aber ganz uneingeschränkt kann ich es für die Tasche nicht empfehlen.

Jedenfalls fühlte ich mich am Ende des Nähens, als alle Widrigkeiten bezwungen waren, wie eine echte Heldin. Insofern bin ich mit der Namensgebung von Meike absolut einverstanden.

Im Alltag bewährt sich die Tasche ebenfalls heldenhaft.
Die Heldinnentasche trägt sich dank des verstellbaren Schulterriemens diagonal am Körper, und so hat man die Hände frei für alle Gelegenheiten.
Vorne ist ein großes offenes Fach, das ich die "Futterluke" nenne. Dahinein passen alle Dinge, die man schnell verstauen oder schnell zur Hand haben möchte. Ich packe bevorzugt meine Einkäufe hinein. Außerdem mein Frühstück, die Handschuhe...
Ich habe das Fach mit einem starken Magnetverschluss versehen, damit es nicht zu sehr aufklaftt. Rausfallen würde auch ohne extra Verschluss nichts,  denn das Fach bietet genügend Tiefe.
Zusätzlich habe ich mir einen Karabiner eingenäht, an dem ich meinen Schlüssel befestige. Der Geldbeutel wandert in das Reißverschlussfach (hier überzeugt das designerische Knowhow von Stokx, der Reißverschluss öffnet zu beiden Seiten und ist damit immer greifbar - egal, ob die Tasche rechts oder links getragen wird). Das Handy kommt in die Handytasche - alles ist sicher verstaut und dennoch leicht greifbar und jederzeit im Zugriff.

Auch wenn die Tasche richtig vollgepackt ist, trägt sie sich immer noch angenehm. Ich hatte sie neulich mit auf einem Messetag, und mit einer großen Wasserflasche, immer mehr Prospekten und Give-Aways beladen, und das hat die Heldin klaglos gemeister. Heldenhaft eben.


Ich bin wirklich überzeugt von meiner Heldin. Und es wird nicht die letzte sein, Material für die nächste liegt schon bereit:


Weitere Modellbeispiele aus dem Probenähteam findet ihr bei Meike, und in der laufenden Blogparade.
Hier die Beispiele vom Samstag, 10. Dezember: die beiden Titelmodelle von Nähkatze und von Patchworkangel(a).
Am 12. Dezember: Tina, Sophie und Mücke.
Heute, am 13. Dezember wird außer meiner noch die Heldin aus der Ostenfelder Nähstube gezeigt.

Weitere Veröffentlichungen folgen zu diesen Terminen:

Donnerstag, der 14.12.:
Mariabarbara, Patchworkangel(a), Chris’Nadelspiele, Strickprinzessin und Birgit

Dienstag, der 19.12.
Naehkatze, Chris’Nadelspiele, Ejas Freudentränen

Donnerstag, der 21.12.
BirgitMariabarbara und Wiebke
Mein Beitrag wandert außerdem zum After Work Sewing und zu Taschen und Täschchen.










Kommentare:

  1. Deine Tasche ist richtig toll geworden. Es hat sich auf jeden Fall gelohnt, so viel Mühe in der Verarbeitung des Softshell zu investieren. Lg Annette

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  2. Wow, jetzt sieht man deine Tasche in voller Größe und Schönheit. Aber dein Ninja-Kleid ist auch der Hammer. Bin schon gespannt auf deine Hirschtasche. LG Carola

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  3. Ein interessantes Teil und ein schöner Nähbericht! Ich bin kein Fan von so großen Taschen, da muss ich mich wohl noch etwas gedulden, bis ein passendes Teil für mich kommt!
    LG Monika

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  4. Deine Heldin gefällt mir gut.
    Lg Iris

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  5. Das glaube ich dir, dass das Softshell echt Probleme machte. Aber die Mühe hat sich gelohnt und du bist wirklich eine Heldin. Und auch wenn ich von den Mühen lese. Ich finde Softshell nach wie vor eine tolle Idee für die Tasche, denn meine Stofftasche hat sich im gestrigen Schneesturm etwas angestellt. Vielen Dank für deine Unterstützung und den tollen Blogbeitrag! Viele Grüße Meike

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  6. " Futterluke" ist schon ein gelungender Spitzname :) .
    Schick Deine Heldinnentasche aus, ich mag ja immer sehr gerne wow-effekte auf den zweiten Blick. Das ist die mit dem tollen Futterstoff super gelungen!
    Tolle Heldinnentasche!
    LG wiebke

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  7. Deine Tasche ist toll geworden. Schade, daß das Softshell so schwierig zu verarbeiten war, das Ergebnis ist jedenfalls super!
    LG Barbara

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  8. Das glaube ich auch, dass sich die Mühen gelohnt haben. Vor allem bei dem Wetter ist das Material sicherlich sehr praktisch. Und das Innenfutter ist sooooo schön :)
    LG Tina

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  9. Trotz der vielen Softshell - Arbeit. Sie ist toll geworden.
    lG Melanie

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