Mittwoch, 10. Mai 2017

Spring Style Along 2017: das Drumherum

Beim vorletzten Termin unseres Spring Style Alongs geht es heute um Accessoires.

Schuhe, Taschen, Tücher, Schmuck, Schminke – alles, was eine Kombination von Kleidungsstücken zu einem Outfit macht.

Eigentlich wollte ich diesen Termin schwänzen. Das Thema Accessoires ist nicht so meines.

Aber kürzlich gab es von Elle Puls einen Blogpost zum Thema stilsicher nähen, und in der zugehörigen Facebook-Gruppe entstand ein spannender Austausch zum Thema Schuhe, Stil und Accessoires. Daher will ich gern ein bisschen in mich gehen und meine Gedanken mit euch teilen.

Welcher Feenglitter fehlt Euch noch? Beziehungsweise was ist Eure secret sauce, um einer schnöden Kombination den Wow-Effekt zu geben?

Less is more. Mit Glitzer und BlingBling kann ich nicht so viel anfangen. Ich bin schon mutig, wenn ich mich aus meinem blau-rot-weiß-schwarz-grauen Farbschema herauswage. Also zeige ich euch, was ich an „erprobten“, gern getragenen Accessoires so angehäuft habe:
 
Gürtel:
Gürtel mag ich, und brauche sie in der Regel auch, weil Hosen bei mir im Rücken gern mal abstehen. Seit dem letzten Spring Style along habe ich mir beim Gürtelmacher meines Vertrauens einige Gürtel machen lassen:
Er hat jede Woche einen Stand auf dem Lübecker Wochenmarkt, man sucht sich Farbe und Material des Gürtels und die gewünschte Schnalle aus, die Länge wird passend ausgemessen und man hat ratzfatz einen maßgeschneiderten, individuellen und SEHR haltbaren Gürtel.Inzwischen baut er auf Wunsch Druckknöpfe ein, so dass man die Schnallen untereinander austauschen kann. Tolle Sache!


Je nach Kleidungsstück brauche ich aber auch schmale Gürtel, da habe ich diese hier: 
Taschen:
Ich habe zwar mehrere Taschen, aber ich habe keine Lust ständig umzuräumen. Also trage ich meine bewährte GG&L Tasche in Allzweckgrau im Alltag mit mir rum. Zum Ausgehen habe ich eine kleinere Version in dunkelblau, und für die Freizeit meine geliebte Piratentasche, die leider fast schon auseinanderfällt.
Schon lange wollte ich so ein echtes „Tussi-Portemonnaie“ – und kürzlich hab ich eins mit niedlichen Miezen drauf gekauft, das mir in den Tiefen meiner Handtaschen nicht mehr verloren geht. Ich liebe es! Ich habe mir übrigens gerade auch eine Handtasche mit Katzenmotiv bestellt...

Tücher:
Gehen immer. Ich neige ein bisschen zum Frösteln, wenn es mir kalt wird im Nacken, und so habe ich ganz häufig ein Tuch dabei. Da ich Schmuck nicht so viel trage (und wenn man im Nacken friert und deshalb ein Tuch trägt, man schöne Halsketten ohnehin nicht sieht), sind Tücher mein Stilmittel der Wahl. Dies hier sind meine liebsten:
Wie aber Alex schon bemerkt: There must be 50 ways to knot your scarf. Ich kenne genau zwei und wäre durchaus an einem Workshop interessiert, um weitere Möglichkeiten zum Binden kennen zu lernen.

Schmuck:
Ich trage wenig Schmuck. Meinen Ehering und zwei andere, die mir eine Goldschmiedin mal gemacht hat, nehme ich so gut wie nie ab. Ich trage fast immer die gleichen Ohrringe im Wechsel. 

Einige wenige Ketten trage ich regelmäßig, und die vorwiegend im Winter (wenn ich nicht gerade ein Tuch trage). Dabei mag ich es gern schlicht, aber doch ein bisschen ausgefallen. Sozusagen raffiniert auf den zweiten Blick. 

Ihr merkt, meine Liebe zu Lübeck spiegelt sich auch bei meinen Accesoires wieder...😊
Der braune Achat unten rechts ist ein Erbstück von meiner Oma. Sie hat es von meinem Opa bei einem Ausflug nach Idar-Oberstein bekommen, wo immer noch die Edelsteinschleifer ausgebildet werden. Nur die Originalkette ist verloren gegangen, so trage ich den Stein am Lederband. 

Im Sommer, wenn es richtig warm ist, mag ich nichts Zusätzliches um den Hals haben. Armbänder scheiden ebenfalls aus, die stören mich bei der Arbeit mit der Tastatur. 
Hierbei finde ich es lustig, wie frau sich über die Zeit verändert. Mit 12,13 konnten mir Ohrringe nicht groß und bunt genug sein, ich hatte zig Ketten um den Hals, jede Menge Plastikarmreifen und Lederbänder an den Handgelenken. Und die obligatorischen neonfarbenen Schnürsenkel in den Turnschuhen. Ein Graus, so rückblickend betrachtet!

Was  ich euch noch zeigen will, sind meine Armbanduhren: 
Die schwarze ist von Ralf Cremer, aber viel interessanter sind die anderen drei von Stamps: Hier kann man die Zifferblätter untereinander austauschen und hat so eine Menge an Kombinationsmöglichkeiten, je nach Kleidung. Wie ihr seht, sind auch Katzen ein gern gesehenes Motiv bei meinen Accessoires 😸

Schminke:
Benutze ich eher zurückhaltend. Ich muss zwar erst um 8.30 morgens im Büro sein und habe eine sehr kurze Anfahrt, dennoch bin ich morgens einfach ein Grobmotoriker und froh, wenn ich meine Haare vernünftig hinbekomme. Feine Pinselei übersteigt meine motorischen Fähigkeiten am Morgen und klaut mir Zeit, die ich lieber mit Kaffeetasse und Buch auf dem Sofa verbringe. Dennoch achte ich darauf, präsentabel auszusehen. Seit Anfang des Jahres bin ich Teamleiterin eines Miniteams und habe daher häufiger offiziellereTermine. Für diese will ich „gerüstet“ erscheinen, sprich, ich trage dann offiziellere Kleidung und mehr Schminke als an normalen Tagen ohne Termine. Dabei ist mein Fundus an Produkten, die ich wirklich regelmäßig benutze, eher übersichtlich:Mascara (je nach Kleidung farbig oder schwarz) und Lippenstift müssen – Lidschatten und Kajal können. Ein bisschen Puder drüber: Das wars auch schon. Ein Spritzer Parfüm, und los geht’s.

Schuhe:
Schwieriges Thema. Ich kann einfach nicht auf hohen Absätzen laufen. Bei max. 5cm ist bei mir Schluss. In der Regel bin ich mit flachen Schuhen unterwegs. Das schränkt mich aber nicht bei der Wahl meiner Kleidung ein, nach dem Motto: ein Kleid geht nur mit Absätzen. Kleid geht durchaus mit flachen Schuhen. Auch mit Chucks. Auch ein Anzug geht mit Chucks oder eleganteren Turnschuhen.
Interessant in der oben erwähnten Diskussion bei Elle Puls zum Thema Schuhe fand ich, dass sehr viele Frauen ähnlich ticken wie ich. Die Mehrheit ist flach und eher sportlich unterwegs, auch im Job. Das hat mich sehr gefreut (und deckt sich auch mit den Beobachtungen aus meinem Alltag). 
Meine neuen Gummistiefel (von hier) muss ich euch unbedingt noch zeigen:

Sind die nicht klasse? Und erstaunlich bequem, weil aus ganz weichem Gummi. Wegen des usseligen Wetters in diesem Frühling hatte ich sie schon häufig nicht nur im Garten, sondern auch bei Spazierengehen an, und sie haben sich bestens bewährt.

Welches sind Eure Strategien, Kleidung und schmückendes Beiwerk zusammen zu kriegen?
Hier zählt für mich erst einmal: Ich muss mich wohlfühlen. Und es muss, das haben Alex und einige andere auch schon festgestellt, zum Tagesgefühl und dem Terminkalender passen. Ich überlege mir abends oft, was ich am nächsten Tag tragen könnte. Es kommt aber durchaus vor, dass ich mich am Morgen umentscheide. Das Drumrum - Gürtel, ggf. Schmuck, Tuch, Schuhe - stimme ich farblich passend ab oder lasse weg. Üblicherweise setze ich auf bewährte Kombinationen und trage das gleiche Shirt mit dem gleichen Tuch oder der gleichen Kette. Hier könnte ich sicher mehr experimentieren und die einzelnen Teile (auch Kleidungsstücke, nicht nur Accessoires) vielfältiger untereinander kombinieren. 

Wie macht ihr das? 

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