Montag, 20. Februar 2017

Mit Armande auf Sylt unterwegs

Vergangenen Juli gab es bei Lanade Malabrigo Rios im Angebot. Das Garn wollte ich schon immer mal (also seit ungefähr einem Jahr) verstricken, und so habe ich zugeschlagen: Sieben Stränge landeten erst in meinem Warenkorb und dann bei mir zu Hause:
Ich war sofort sehr angetan von der Anfassqualität des Garns, es ist sehr weich und dabei auch sehr fest - und die Farbe (Paris Night) ist wunderschön.

Aus den Strängen soll "Armande" von Andi Satterlund entstehen (hier gibt es die kostenlose Anleitung dazu). Das Jäckchen hat mir letzten Sommer bei Dennmanto so gut gefallen und wurde gleich auf die To-Knit-Liste gesetzt. Mit dem Rios-Garn wird es eher eine Jacke für den Übergang, die man an milderen Frühlingstagen sicher auch als Überjacke tragen kann.

Vor dem Stricken müssen die Stränge allerdings zu Knäulen gewickelt werden. Mangels Wickler habe ich die ersten drei per Hand gewickelt. Als Hilfsmittel dienten hierzu ein Kochlöffelstiel und drei Stuhlbeine, und dieses Video:
Angesichts der Mengen an Garn in Strängen, die ich in meinem Stash horte, und der Zeit, die ich für das Wickeln eines Strangs benötigte, habe ich mir dann doch irgendwann einen einfachen Wollwickler gekauft. Damit geht das Wickeln deutlich schneller, und das Ergebnis fällt auch ordentlicher aus:
links: handgewickelt, rechts: mit Wollwickler
 Endlich konnte es also losgehen mit der Maschenprobe. Rios ist 100% Merinogarn, das erfahrungsgemäß nach dem Waschen seine Ausmaße deutlich verändert. Diesmal habe ich mir den Spaß gemacht und gleich zwei MaPros gestrickt und diese vor und nach dem Waschen ausgezählt.
 Die Maschenprobe ergab vor der Wäsche
- mit Nadel 4,5:  23 Reihen x 15 Maschen,
- mit Nadel 4:  24 Reihen x 17 Maschen.
Nach der Wäsche
- mit Nadel 4,5: 24 Reihen x 17 Maschen
- mit Nadel 4: 25 Reihen x 18 Maschen und ein wunderschönes Maschenbild.

Das Maschenbild mit Nadelstärke 4 gefiel mir deutlich besser - also war die Sache klar.
Allerdings musste ich die Anleitung umrechnen, da die MaPro der Anleitung bei 16 x26 lag.

Endlich!! konnte ich anstricken.  Rios strickt sich traumhaft, und trotz der langen Reihen geht es gut vorwärts. Am Ende von Knäuel eins befielen mich kurzzeitig Zweifel, ob ich mit meinem Vorrat auskommen würde:

Scheinbar war etwas weniger Länge auf dem Strang, oder die angestrickten Taschenbeutel fälschen das Gesamtbild - Am Ende von Knäuel 2 war das Jäckchen immerhin bis zur Taille fertig, und ich denke nun, dass ich mit meinem vorrat auskommen werde (wenn auch vielleicht ohne nennenswerte Reste, aber das wäre ja nicht so schlimm).
Kurz vor Ende von Knäuel 2 - die Taschen sind fertig!

Die melierte Farbe gefällt mir sehr gut, sie nimmt dem dicken Gestrick und der dunklen Färbung die Schwere. Inzwischen bin ich kurz vor der Abteilung der Ärmelschrägen, ab da wird das Werk geteilt und Vorderteile und Rückenteil getrennt weitergestrickt.

Den Großteil dessen, was ich bisher geschafft habe, habe ich auf Sylt gestrickt, wo ich das letzte Wochenende mit meiner Freundin verbracht habe. Ein paar Eindrücke will ich mit euch teilen.

Wettermäßig war es eher mau, es war sehr neblig und grau, aber immerhin regnete es nicht, so dass man warm eingepackt am Strand wandern konnte. Für fünf Minuten kam immerhin die Sonne zum Vorschein.

 Dennoch war das Beste, das man tun konnte, durch Westerland zu bummeln. Eigentlich kein wirklich schöner Ort, schon gar nicht bei grauem Wetter - aber das eine oder andere bunte Kleinod war doch aufzufinden.
Traditionell gibt es immer einen Kaffee "zum Sitzen" im Café Wien, und hier gibt es auch leckere Torten, worauf die Schaufensterdeko schließen lässt. 
Anderswo hat man Coffee to Go neu interpretiert:
Nach drei Tagen mit sehr viel frischer Luft war der Kurzurlaub leider schon wieder beendet, und Armande ist wieder mit mir nach Hause gefahren.

Mein Post wandert damit zu Maschenfein und zum Creadienstag.

Mittwoch, 15. Februar 2017

Vintage Lines - kurze Ärmel im Winter??

Ich hab es ja schon öfters erwähnt - die Herbstausgaben von Ottobre gefallen mir im allgemeinen immer sehr gut. Besonders die aktuelle Ausgabe 5/2016, aus der ich schon einiges genäht habe, hat es mir angetan.

Nun ist mein nächstes Projekt entstanden: "Vintage Lines", ein schlichtes kurzärmeliges Top aus Strick, mit einem schön hochgeschlossenen Kragen.
Den Rock dazu, Modell "Math Teacher" habe ich mir letztes Jahr schon genäht, und mit diesem Shirt kann ich das Outfit vervollständigen. 
Beim Stoffmarkt habe ich mich in einen weichen Strickstoff (Baumwolle / Polygemisch) verliebt, der mich mit seinem melierten Rotton gleich ansprang. Das Rot liegt irgendwo zwischen Himbeere und Rost, ist also nicht ganz klassisch mein Beuteschema, aber ich will ja auch ein bisschen rechts und links des Wegesrandes schauen.  Auf jeden Fall passt die Farbe zu grau, schwarz und blau und ist daher kompatibel mit vielen Stücken meiner Garderobe.

Eigentlich finde ich kurzärmelige Tops für den Winter eher unsinnig widersprüchlich. Ich bin eher das Modell Frostbeule und habe es gern warm. Daher war der erste Plan "Ärmel einfach verlängern". Das sah genäht und angezogen allerdings derbe blöd aus, nach Art der Skiunterwäsche, die es in den 80ern gab. Gott sei Dank Leider gibt es davon kein Foto. Jedenfalls habe ich die Ärmel schließlich wieder gekürzt  wie es das Original vorgab. Und so habe ich nun ein hübsches Basic-Shirt, das ich ohnehin immer mit einer Jacke drüber tragen werde.

Außer natürlich beim Fotografieren. Hier habe ich an einem kalten Wintertag alles gegeben 😃
Am vergangenen Wochenende war es hier nämlich noch richtig kalt, und es hatte ein bisschen geschneit. Beim Spaziergang an meinem Lieblingsflecken, unserem Dorfteich, fand sich eine 1A Kulisse.

Erst mal gab es eine Stellprobe:

Und dann half alles nichts, die Hüllen mussten fallen.

Gut, dass keine anderen Spaziergänger vorbeikamen. Die hätten mich bei Temperaturen unter 0° C vermutlich eingeliefert.




Hier könnt ihr ein besonderes Detail am Shirt erkennen - es hat eine kleine Kellerfalte am Ärmel, die mir sehr gut gefällt. Ich habe sie am Ärmelsaum fortgeführt, so hat der Ärmel ein bisschen Puffärmelcharakter: 
Wie üblich bei Ottobre fällt der Schnitt locker aus. Eine Nummer kleiner hätte es vielleicht auch getan, insbesondere wenn man noch etwas drüber tragen will. Aber mir gefällt mein Shirt so, wie es ist, sehr gut. Sicher werde ich es auch noch einmal nähen, denn die Kragenlösung mag ich auch gern für die kühlere Jahreszeit.

Durch die ursprüngliche Version mit den langen Ärmeln habe ich 1.5 m Stoff verbraucht. Mit kurzen Ärmeln kommt man aber auch mit deutlich weniger Stoff aus.
Leider zählt der verbrauchte Stoff nicht in die Statistik 2017 für die Stoffdiät, da ich das Shirt schon 2016 genäht habe.

Aber da es ein Me-Made-Stück ist, darf das Shirt am MeMadeMittwoch teilnehmen. Heute nimmt Lucy (Nahtzugabe) ihren Abschied aus dem Moderatorenteam, was ich sehr schade finde. Aber das Leben 1.0 ändert sich, so dass leider (und auch glücklicherweise) Anpassungen ab und an notwendig werden.

Donnerstag, 9. Februar 2017

Blusen Sew-Along 2017: Geschafft!

Als Elle Puls im Januar zum Blusen-Sew-Along aufrief, war ich ein bisschen zwiegespalten, ob ich teilnehmen soll oder nicht.
Einerseits finde ich Sew-Alongs immer total prima, denn man hat einen Zeitrahmen, der (bei mir jedenfalls) den notwendigen Druck erzeugt, an einem Teil dranzubleiben, auch wenn es mal kniffliger wird. Und ich hatte sofort Schnitt und Stoff im Kopf für mein Modell. Noch dazu hoffte ich, durch den Sew-Along aus meinem kleinen Nähtief herauszufinden.
Dagegen sprach allein der auf den ersten Blick sehr sportliche Zeitplan:

22. Januar:    Welcher Schnitt, welcher Stoff, was inspiriert dich?
29. Januar:    Welche Schnittänderungen, erste Nähte, gibt es Hürden?
5. Februar:    Zwischenstand bei deiner Bluse. Hast du Tipps und Tricks gelernt oder brauchst du noch Hilfe bei deinem Projekt?
9. Februar (Donnerstag):   Vorstellung der fertigen Bluse. FINALE!



Nur drei Wochen für eine Bluse??? Puh, das schien mir kaum machbar, denn ich habe nur am Wochenende Nähzeit, evtl auch am Abend eine halbe Stunde. 
Eine liebe Nähbekanntschaft motivierte mich dann doch, der Stoff wurde bestellt und von Frau Tulpe blitzschnell geliefert, und das Abenteuer konnte starten.
Und es lief richtig gut!

Vergangenen Sonntag war die Bluse fertig bis auf die Knopflöcher.
Knopflöcher sind meine Angstgegner. 
Ich habe zwei Nähmaschinen, eine hat zig tolle Automatikprogramme für Knopflöcher, frisst dabei aber gerne den Stoff, und ich habe es nach x Versuchen immer noch nicht herausbekommen, wie man die Markierungen setzen muss, damit nachher das Knopfloch dort ist, wo man es haben will. 
Die andere näht zuverlässig, hat aber nur ein manuelles Knopflochprogramm, das nicht so schöne Knopflöcher herstellt.
Wie auch bei der Weihnachtsbluse habe ich mich auf keine Experimente eingelassen und manuelle Knopflöcher genäht. Das klappte tatsächlich zwischen Tür und Angel geschwind nach Feierabend.
Da ich ja einen kontrastfarbigen Kragensteg und Innenmanschetten genäht habe, habe ich die entsprechenden Knopflöcher ebenfalls in gelb genäht, alle anderen in blau. 

Und hier ist das Ergebnis: 

Die Knöpfe habe ich mit blauem Faden angenäht, allerdings stört es mich nun ein bisschen, dass man den blauen Faden auf dem gelben Kragen sieht. Ob ich die beiden Knöpfe noch einmal neu mit gelbem Faden annähe?



Insgesamt bin ich sehr zufrieden mit der Bluse. Und auch mit mir. Denn dies war ein Projekt, das sich ganz cremig und ohne Schwierigkeiten wegnähen ließ.

Tragefotos allerdings kann ich mangels Tageslicht und Fotografen momentan nicht liefern, dies werde ich demnächst an dieser Stelle nachholen. Versprochen!

Und nun bin ich gespannt über die Ergebnisse der Mitstreiterinnen - allen voran unserer Gastgeberin.
Vielen Dank für die Organisation, liebe Elke! Ohne dich hätte ich keine so schöne Bluse im Kleiderschrank!
Hier entlang geht es zur Blusenparade.

Und außerdem geht es hier zum RUMS.


Sonntag, 5. Februar 2017

Blusen-Sew-Along Teil 3: Ich hab Manschetten...

Heute ist schon der dritte Termin beim Blusen-Sew-Along von Elle Puls. Liebe Leute, wie die Zeit rast...

Dies ist der letzte Termin vor dem Finale am Donnerstag, und es gibt eine letzte Gelegenheit, Hilfe zu finden und Tipps und Tricks zu lernen (oder gelernte umzusetzen).

Beim letzten Mal hat Monika in ihrem Blog den Tipp gegeben, den Kragen vor dem Schließen der Seitennähte anzunähen, da das viel leichter geht. Den Tipp werde ich mir für die nächste Bluse bestimmt merken. Denn leider hatte ich beim letzten Mal die Bluse schon fertig bis auf Kragen und Manschetten.

Als ich den Schnitt zuletzt genäht habe, fand ich das Ansetzen von Kragen und Manschetten irgendwie knifflig und fummelig. Diesmal war das einzig Schwierige, den Kragen richtigherum anzunähen, so dass der innere Kragensteg und der Unterkragen gelb waren. Hier musste ich ein bisschen rumprobieren (3D-Vorstellungskraft ist nicht so meins) - das Nähen an sich aber war kein Problem.

Deshalb kann ich euch auch eine fast fertige Bluse zeigen:






 Was soll ich sagen - ich bin total begeistert und sehr stolz. Denn diesmal war das Nähen überhaupt kein Problem, und die Farbstellung gefällt mir richtig gut. Danke auch noch mal an Lena / Fantastisch! für den Tipp mit der Knopfleiste. Die kontrastfarbige Knopfleiste macht eindeutig mehr her als eine doppelte Leiste, bei der der Kontraststreifen hinter der vorderen Leiste verschwindet. 

Der Kragen ist vielleicht etwas steif geraten. Ich habe ihn gemäß Anleitung mit Vlies bebügelt, was bei dem recht steifen Stoff vielleicht gar nicht nötig gewesen wäre. Bei den Manschetten finde ich es dagegen nicht so schlimm, wenn sie Stand haben. 

Elke zeigt in ihrem Beitrag ein wunderbares Tutorial für die Versäuberung der Ärmelschlitze mit Dach. Das finde ich total professionell, und sicher werde ich irgendwann einmal eine Bluse mit solchen Ärmelschlitzen nähen.  Meine Ärmelschlitze habe ich einfach mit einem 2cm breiten Streifen eingefasst, wie es in der Anleitung stand. Leider habe ich davon im Moment kein Detailfoto.



Auch die hinteren Abnäher habe ich genäht. Die Abnäher laut Schnitt passen mir überhaupt nicht, ich musste sie weiter oben anfangen und dafür unten kürzen. Nun passen sie. 

Es fehlen also nur noch die Knopflöcher (mein ewiger Angstgegner...). Knöpfe habe ich immerhin diese Woche schon gekauft. Einfache blaue, die ein bisschen gewölbt sind und schön blank. Alternativ standen Perlmuttknöpfe zur Auswahl, die waren mir und der Verkäuferin im Stoffladen dann aber zu den beiden Farben und dem unruhigen Muster doch too much.



A propos - genau: ich war im Stoffladen und habe nur die Knöpfe, neues Garn und ein Päckchen Saumfix gekauft. Keinen Stoff. Denn ich bin ja auf Stoffidät. Was war ich stolz!

Ich bin auch sehr zuversichtlich, dass meine Bluse bis Donnerstag fertig wird. Hey, so ein paar lumpige Knopflöcher (ok - 12 Stück... ) werden mich doch jetzt nicht mehr aufhalten!

Und ihr so? Was machen eure Projekte? Ich werd gleich mal stöbern gehen - bitte hier entlang.

Habt einen schönen Sonntag!

Mittwoch, 1. Februar 2017

Loppa-Mantel: Kuschelfreund!

Mitte November  habe ich mich von einigen Damen in Frau Maschenfeins Facebook-Gruppe überzeugen lassen, dass ich zu meiner Herbst-Loppa unbedingt und dringend auch noch eine zweite Loppa benötige.

In meinem Wolle-Lager befand sich noch eine größere Menge Drops Alpaka und Kidsilk in Lila, die für einen Mantel vorgesehen waren - warum also nicht für einen Loppa-Mantel?

Gedacht, gemacht und angenadelt - über die Fortschritte habe ich hier und hier und hier  berichtet.
Und jetzt ist er fertig mein erster Strickmantel und eine echte Fleißarbeit:

Meiner ursprünglichen Idee folgend, habe ich statt einer Knopfleiste und Hals- und Saumbündchen umlaufend eine I-Cord gestrickt. Hierzu habe ich das feine Milano-Garn zweifädig gestrickt, so ergibt sich eine Kordelbreite, die nicht vom Mantel verschluckt wird.


Ich mag diesen Abschluss sehr gerne, er ist schön clean und dezent. 
Auch an den Ärmeln habe ich den I-Cord gestrickt, und in den eingesetzten Taschen blitzt ein kleines Muster hervor.

Normalerweise weiche ich fertig Gestricktes über Nacht im Waschbecken, spanne es gegebenenfalls und lasse es dann trocknen. In der Strickgruppe erhielt ich den Tipp zu Dämpfen,  und das habe ich an diesem Mantel ausprobiert. Und ich bin begeistert vom Ergebnis.

Leider kann man den Unterschied auf dem Foto schwer erkennen. Links (glatte I-Cord) habe ich schon gedämpft, die Maschen sind ganz glatt und klar, rechts, wo sich die Kante noch wellt, ist das Maschenbild noch ziemlich buckelig. Das Tollste ist aber, dass man das fertige Teil nach dem Dämpfen gleich tragen kann, es muss nicht erst noch lange trocknen!

Da ich keine Knopfleiste gestrickt habe, fielen Knöpfe als Verschluss aus, und so habe ich Haken und Ösen im I-Cord versteckt.

Und das gute Stück am vergangenen Samstag bei bestem Wetter ausgeführt. Der Mantel ist so warm und die Temperaturen waren so mild, dass ich keine zusätzliche Jacke brauchte. Und was für ein Zufall, mein Lace-Schal passt auch noch genau dazu!


Insgesamt hätte der Mantel gut 10 cm kürzer sein können. Das Zuviel an Länge fiel mir allerdings erst auf, als die Taschen schon eingestrickt waren. Nun fällen die sehr tief sitzenden (und auch ziemlich klein geratenen) unter die Kategorie "It's not a fail. It's a feature!"
Auf den Fotos könnt ihr unseren "Fjord" sehen - einer meiner Lieblingsplätze, zu dem ich von zu Hause aus nur etwa 10 min. zu Fuß laufe. Immer wieder schön dort am Teich, und auch immer wieder eine tolle Kulisse!


Verbraucht habe ich von Lamana Milano je 1 Knäuel in perlgrau, marmor und anthrazit und 2 Knäuel silbergrau, dazu 7 Knäuel Drops Alpaka und 6 Knäuel Kid Silk verbraucht. Was mich sehr erstaunt hat war, wie sehr das Mitführen von so einem unscheinbaren Fädchen Kidsilk die Haptik verändert und das Gestrick "aufflauscht". So ist der Mante echt ein Kuschelfreund geworden, der mich hoffentlich lange begleitet.

Gestrickt habe ich dieses Mal mit NS 3 (Musterteile) und 3.5 (Körper, Ärmel) eine Größe zwischen S und M (Loppa ist ein echter Schlankmacher, was die Größenfindung angeht), und die Länge nach den Zunahmen für die Hüfte einfach gerade runtergestrickt.

Verlinkt zum Me-Made-Mittwoch, wo es heute wieder viel Inspiration an Selbstgenähtem zu sehen gibt.

Ich schau auch vorbei bei:
Stricklust
Häkelline






Montag, 30. Januar 2017

Blusen-Sew-Along: Die zündende Idee!

Diese Woche treffen wir uns zum zweiten Mal bei Elke zum Blusen-Sew-Along 2017
Eine Frage an uns ist "Welche Hürden musstet ihr bisher meistern?"
Beim letzten Mal grübelte ich darüber, wie ich eine doppelte Knopfleiste konstruieren könnte. Die entscheidende Idee lieferte Lena / Fantastisch! - nämlich einfach die linke Knopfleiste (die mit den Knöpfen dran) in der Kontrastfarbe zu nähen. So einfach - und so klasse!

Genau so habe ich dann die Knopfleiste gemacht, und ich bin total begeistert. Das wird richtig gut werden, vor allem in Verbindung mit dem inneren Kragensteg und den Innenmanschetten, die ebenfalls im Kontraststoff sein werden. Ein bisschen ärgere ich mich bloß, dass ich nicht auf die tolle Idee gekommen bin, die Passe mit Kontraststoff zu verstürzen, wie Elke das uns an ihrem Tutorial zeigt. Allerdings hätte der gelbe Stoff dafür nicht mehr ausgereicht.

Ansonsten bin ich ganz zufrieden mit meinem Fortschritt. Schwierigkeiten hatte ich bisher keine. Selbst das Kräuseln der Ärmel verlief dieses Mal ohne Stress, genauso wie das Einfassen der Ärmelschlitze. 

Die hinteren Abnäher sind gesteckt, müssen aber noch einmal angepasst werden. Hier muss ich noch einmal tüfteln, aber notfalls bitte ich die Nachbarin um Hilfe beim Abstecken.

Fehlen also noch der Kragen, die Manschetten und der Saum.
Und die Knopflöcher - immer noch mein Angstgegner, und bei dieser Bluse brauche ich ganze 12 davon... Zunächst aber muss ich die Knöpfe kaufen, leider habe ich keine passenden in meinem Fundus. Hoffentlich komme ich dabei nicht in Versuchung, auch Stoffe zu shoppen - denn ich bin doch auf Stoffdiät...

Insgesamt bin ich ganz zuversichtlich, die Bluse bis zum Finale am 9.2. fertigzubekommen. Das finde ich ganz großartig! Gefühlt habe ich noch nie so schnell eine Bluse genäht - das ist toll, denn für die Sommergarderobe plane ich noch drei weitere Blusen, und mit der nötigen Übung sollte sich das doch gut schaffen lassen.

Und wie ist es euch ergangen mit euren Werken? - Ich gehe gleich mal stöbern!

Auch verlinkt zu
Creadienstag

Freitag, 27. Januar 2017

Stoffdiät

Welche Näh-Nerdette kennt das nicht: Stoffgeschäfte üben eine magische (magnetische?) Anziehungskraft aus, beim Stoffmarkt verzockt man regelmäßig viel viel mehr als das gesetzte Budget, und gelegentlich kommt aus dem Freundes- oder Bekanntenkreis die eine oder andere Stoffspende herbeigeflattert. Der Stoffberg wächst.
Schnittmuster lechzt man an und erliegt doch irgendwann der Versuchung zum Kauf, ebenso Schnittmusterhefte - der Berg wächst weiter.
Und dann auch noch die Reste...

Irgedwann kommt der Zeitpunkt, an dem die mit dem Hobby verbundenen Vorräte belasten. Meist räumlich, manchmal auch mental. Denn wenn man erst über Berge von Kisten klettern muss, um bis zur Nähmaschine zu gelangen, lässt man es wohl schon gleich.




Dagegen gibt es nun eine tolle Selbthilfegruppe: Die Stoffdiät 2017 bei Küstensocke.
Schon im letzten Jahr habe ich ihre Buchführung verfolgt und war schwer beeindruckt von der Striktheit: für 10m vernähten Stoff darf 1m neu gekauft werden.
Ich habe - inspiriert von dieser Buchführung - im letzten Jahr ebenfalls meine Bestände dokumentiert Das wären ja nicht mal 5m neuer Stoff nach Küstensockes alter Regel. Irgendwie bedrückend, wo doch überall die Versuchungen lauern.

Die Buchführung hat mir geholfen, meinen Stoffkauf im letzten Jahr im Zaum zu halten. Ich halte sie relativ unaufwändig, und so wird sie auch dieses Jahr weitergeführt:

Die Statistik ergibt nur drei Stoffe mit Fragezeichen - vielleicht finden sie im Rahmen dieser Aktion ein neues Zuhause? Sonst wandern sie auf den Tauschtisch beim Nähwochenende im Mai. Für alles andere habe ich Verwendung und zum Teil schon konkrete Projekte im Auge.

Hier meine Zahlen aus dem letzten Jahr:
Stoffbestand Januar 2016: satte 105,7 m! Kein Wunder, dass die Stoffkiste nicht mehr schloss, und ich diverse Nebenlager eröffnen musste!
Vernäht in 2016: 47.8 m. Fast die Hälfte! (Nach der Küstensocke-Regel bedeutet das nicht mal 5m neuer Stoff - irgendwie bedrückend...)  
Bestand Ende Januar 2017: 41,8 m. Jetzt geht die Stoffkiste wieder zu, und die Nebenlager haben sich gelichtet. Ich gestehe allerdings, dass ich den Stoff für meinen Vogelmantel und meine neue Bluse dieses Jahr gekauft habe - aber auch gleich vernäht. Also zählt das eigentlich gar nicht.

Immerhin 14,9 m geschehen ist, habe ich entweder verschenkt, verkauft (unter anderem an Frau Vigeliensch, deren Stofflager sich entsprechend erhöht hat) oder gespendet. Ich unterstütze zwei Gruppen für den guten Zweck, die Sternchen und Frühchen sowie krebs- und herzkranke Kinder und Jugendliche und auch Palliativpatienten benähen und bestricken. Spenden sind dort immer willkommen, und gerade diese Woche habe ich wieder zwei Pakete losgeschickt, in denen sich auch meine Reste befanden.

Unten rechts ist eine weitere Kiste Stoff mit Jerseys. Wie ihr aber auf dem Foto oben sehen könnt, habe ich aber noch eine andere Schwäche - Wolle nämlich... Hier ist es immerhin so, dass fast alle Vorräte einem Projekt zugeordnet sind. Bis auf die Kiste unten links, die enthält nur Wollreste. Die meisten Knäuel habe ich im letzten Jahr gekauft - vielleicht, um meinen Verzicht bei den Stoffen zu kompensieren *seufz*

Wie viele von euch bewahre ich meine Stoffe in Kisten auf - die große Ikea-Kiste, hauptsächlich mit Bekleidungsstoffen, ging bis Jahresende nicht zu schließen. Dann folgte eine Ausmist-Aktion mit Verkaufsrunde bei e-bay, die den gewünschten Erfolg brachte.


Kleinere Stücke Baumwollstoffe, von denen ich mich noch nicht so recht trennen kann, finden sich in einem Karton und sind NICHT katalogisiert. Futterstoffe habe ich ebenfalls großteils nicht erfasst, dabei handelt es sich höchstens um 4 Coupons, die ich im Hinterkopf habe, wenn ich Mäntel oder Jacken nähe.


Und dann gibt es noch ein Fach im Schrank. Das war vor vier Jahren, zu Beginn meiner Nähkarriere, mein erstes Lager. Alle anderen kamen über die Zeit notgedrungen hinzu.


Zwar bin ich mit meinem Gesamtbestand weit weg von den meisten von euch, aber mich nervt es total, dass ich so viele schöne Stoffe habe, die ich gar nicht so schnell vernähen kann wie ich sie gekauft habe. Andererseits habe ich bei den letzten Stoffmarktbesuchen eine gewisse Sättigung gespürt, und ich falle auch nicht mehr unkontrolliert über die Resteangebote in Stoffgeschäften her. Vielleicht ist noch nicht alles verloren :)

So lautet also mein Plan für Januar und Februar:
- die Bluse fertig nähen
- das rosa Shirt nähen (ist schon zugeschnitten - schafft aber nur 1,5 m weg)
- und den Woll-Fischgrät zu einem Rock vernähen ( das wären ganze 3m)
- keinen Stoff kaufen (aber vielleicht den Sweat aufnehmen, den Frau Küstensocke mir angedient hat)

Mehr werde ich in der Zeit wohl kaum schaffen, da ich meist nur an den Wochenenden zum Nähen komme.

Auf dem Nähplan für den weiteren Jahresverlauf:
- Ringelshirt für die Übergangszeit (1.5 m)
- beiges Shirt zu meiner Bleistifthose  (1,5 m)
- Etui für Stricknadeln (braucht leider nur wenig Stoff...)
- Etui für mein ganzes Nähgedöns (weil meine NähMa leider kein Zubehörfach hat, das etwas taugt - leider wird das Projekt auch nur wenig Stoff verbrauchen)
- ein Hochzeitsgastkleid (das wären immerhin 3m)
- eine Tischdecke für den Sommer (yeah - 2.5 m und schnell genäht!)
- 2 Sommerblüschen (2 m)
- eine lange Sommerbluse (1.5 m)
- eine leichte Sommerhose (2m)
- graue Hose für den Herbst (2m)
--> das wären immerin 16m .


Auf dem Einkaufszettel für 2017 stehen:
- weißes Leinen für eine Hose
- blauer Stoff mit Stretchanteil, ebenfalls für eine Hose.
- Walk für einen Mantel

Regeln zur Stoffbeschaffung 2017:
- bis auf diese beiden Posten habe ich für alle Projekte Material, die ich realistisch in 2017 umsetzen kann und auf dem Nähplan habe. Also will ich versuchen, bis auf die drei genannten Stoffe keinen weiteren zu kaufen. Und vielleicht kann ich so einen Endstand von 20 m erreichen, so dass ich nur noch mein Stofflager in der Kiste unterhalte?
- weiter konsequent Reste entweder vernähen oder spenden. Das macht das Herz schon viel leichter!

Nun werde ich mich mal verlinken - ich bin gespannt, wie es uns ergeht im Lauf des Jahres!





Wie gut, dass ich im 1. Halbjahr keine Möglichkeit habe, zu einem der Stoffmärkte in meiner Nähe zu gehen. Und gut ebenfalls, dass ich ein ansehnliches Lager an Knöpfen und Reißverschlüssen habe - so dass ich üüüüüberhaupt keinen Anlass habe, in einen Stoffladen zu gehen.

Jetzt