Dienstag, 6. Dezember 2016

Ich hab's getan! - Bommelmütze

Inzwischen ist es hierzulande richtig frostig kalt geworden. Zeit für dicke Jacken und flauschig weiche Accessoires!

Vor Jahren schon habe ich mir diesen hauchzarten Schal gestrickt:


Dieser Schal war mein erstes Lace-Projekt, und ich kann mich noch erinnern, WIE stolz ich war, als er mit seiner stattlichen Länge von über 2m endlich fertig war!
Obwohl er so zart ist, hält Alpaka Superlight von Lang Yarns schön warm, ohne zu kratzen. So trage ich den Schal immer noch sehr sehr gerne. 

Zur kostenlosen Anleitung geht es übrigens hier entlang: <klick>
Verbraucht habe ich 8 x 25 g Lang Alpaka Superlight. Ein echter Flauschtraum, und dazu maschinenwaschbar!

Das Problem allerdings war: Es gab all die Jahre keine passende Mütze dazu. Und auch keine Handschuhe. Und das, wo ich es doch in den letzten Wintern immer mehr schätze, einen warmen Kopf zu haben!

Im letzten Schlussverkauf an  Winterwolle fiel mir dann ein Knäuel Ragazza Uno von Lana Grossa in die Hände. Zwar grau / weiß/  beige meliert, aber meiner Meinung nach doch passend zum Schal. Und kuschelig dick. Ein Knäuel mit 110 m reicht doch sicher für eine Mütze?
Bildquelle: Junghanswolle

Als es nun vor kurzem zum ersten Mal richtig kalt wurde, habe ich mich dieses Knäuels erinnert und flugs eine Mütze mit Zopfmuster angenadelt. Hier geht es zu meiner kostenlosen Anleitung.

Die Mütze wird von oben mit einem Nadelspiel oder dem Magic Loop, je in Nadelstärke 6, gestrickt. Ich habe deshalb von oben gestrickt, damit ich weiß, wie lang das Garn reicht. Bei der letzten Mütze aus dem gleichen Garn war es nämlich ganz schön knapp geworden.

Mit dem Magic Loop musste ich ganz schön kämpfen, richtig gut lief es erst, als alle Zunahmen gestrickt waren und die Mütze ihre endgültige Weite erreicht hatte. 

 Hier kann man schön die Wirkung des Zopfmusters in dem flauschigen Garn sehen.


Ich bin auf meine alten Tage doch noch schwach geworden, und habe der Mütze einen Fellbommel spendiert. Natürlich aus Kunstpelz! Bisher fand ich Fellbommel immer echt tussimäßig, aber diese Mütze braucht einfach einen. Wie froh war ich, einen in der passenden Farbe aufgetrieben zu haben!


 
Herr Elch freut sich auch über seine schicke neue Kopfbedeckung. Er durfte schon diese und diese Mütze präsentieren, und ich finde, er macht seinen Job wirklich gut!


Hier noch mal die bisherige Kombi Schal / Mütze: 

Als nächstes sind nun noch passende Handschuhe in Arbeit, damit das Set komplett wird. Die zeige ich euch beim nächsten Mal!


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Sonntag, 4. Dezember 2016

WKSA 16 - 3. Termin: Mühsam...

Advent, Advent, ein Lichtlein brennt - ach, nein, schon zwei, wie die Zeit doch rennt!

Heute treffen sich die Nähverrückten schon zum dritten Termin des WKSA.

Teil 3: Sonntag 4.12.2016
- Das Probemodell ist genäht und passt. Jetzt geht es weiter.
- Nichts passt. Der Schnitt nicht zu mir, der Stoff nicht zum Schnitt. Hilfe!!!
- Ach, alles nicht so schlimm. Weihnachten hat 3 Tage, ich nähe jetzt das 2. Kleid.

Nichts davon ist bei mir eingetreten. Der Plan sah vor, die Bluse so gut wie fertig zu nähen, da ich die ganze Woche frei hatte. Stattdessen:
- ergab ich mich der Weihnachtsbäckerei

- besuchte ich mit meiner Freundin Das Wunder von Bern (nur noch kurze Zeit in Hamburg!)


- war zum Weihnachtsmarkt


- habe Geschenkesäckchen genäht

- und habe Geschenke gekauft, verpackt und schon einen Großteil der Weihnachtspost erledigt. (Immerhin in diesem Punkt bin ich ein Held!)



An meiner Bluse genäht habe ich immerhin ein bisschen, auch wenn ich lange nicht so weit gekommen bin wie gehofft. Und ich muss gestehen, ein wenig habe ich mich auch hinter den obigen Aktivitäten versteckt, weil ich einen Heidenrespekt vor der Näherei hatte. Einkräuseln! So ein feiner Stoff!

Hier der aktuelle Zwischenstand:

Es sieht schon nach Bluse aus. Die Schluppe ist fertig (allerdings viiiiieeeel zu lang, wie haben die sich bei Ottobre das den gedacht? Die werde ich auf jeden Fall noch kürzen!), die Bluse bis auf die Ärmel zusammengesetzt. Und bisher gefällt sie mir auch sehr!


 Mit dem Einkräuseln, das bei der Schirmchenbluse so fein geklappt hat, hatte ich diesmal große Schwierigkeiten. Der Trick, eine Naht mit Oberfadenspannung 0 zu nähen und dann den Unterfaden stramm zu ziehen, funktionierte hier nicht, und ich habe keine Idee, wieso. So habe ich schließlich alle Kräuselungen per Hand gesteckt nach einem Tipp, den ich auf dem Nähtreff auf Schloss Noer bekommen habe: Immer die Hälfte zwischen zwei Markierungen nehmen und eine Nadel stecken. Dann zwischen den beiden Nadeln wieder die Hälfte nehmen und stecken. Und wieder... und wieder... Irgendwann hat man dann üblen Stecknadelsalat, aber es funktioniert. So wurden Rückenteil und die beiden Vorderteile an die Passe angeglichen. Bei den Ärmeln und den Manschetten werde ich die gleiche Technik anwenden.

Dank meines neuen Wendewerkzeugs war das Wenden der Schluppenenden auch kein Problem:

Ja - eigentlich bin ich doch fast fertig... "Nur noch" die Ärmel einsetzen, Manschetten nähen, säumen (wie näht man einen Blusensaum, man muss doch irgendwie die Knopfleisten mit einklappen..?) und - die Knopflöcher.... Frau Küstensocke hält immer noch ihr Angebot für den Knopflochservice aufrecht. Trotz des Zeitdrucks bin ich inzwischen jedoch geneigt, mir selbst und meiner neueren Maschine noch mal eine Chance zu geben. Anders als in der Anleitung angegeben werde ich die Knopflöcher, wie bei Blusen üblich, parallel zur Knopfleiste anbringen und nicht rechtwinklig dazu.

Meine Knopfauswahl immerhin ist gefallen, es werden die runden Perlmuttknöpfe ganz oben. Für die Manschetten habe ich ähnliche, kleinere in Omas Knopfkiste gefunden.

Und ihr so? Habt ihr euch den Weihnachtsvorbereitungen ergeben, oder seid ihr tapfer euren Nähplänen gefolgt?
Gleich mal gucken, hier beim 3. Treffen! Es ist schon ganz schön was los auf der Linkparty. Ich schnappe mir jetzt ein paar Kekse und geselle mich dazu.



Dienstag, 29. November 2016

Weihnachtsengel - mit Anleitung!

Am Sonntag war der erste Advent. Habt ihr schon ordentlich dekoriert?
Falls ihr noch "nachrüsten" wollt, habe ich hier noch eine schöne Idee für niedliche Weihnachtsengel.




 Material für einen Engel: 
1 Blumentöpfchen (Durchm. unten ca 4.5 cm)
4 kleine Holzkugeln (ca 18 mm, ich habe halbgebohrte genommen) für die Füße und Hände
1 große Holzkugel (ca 30 mm, durchgebohrt) für den Kopf
dicke Schnur oder Paketkordel
Zahnstocher
Leim
Fineliner / Filzstift
gelben Moosgummi
Acryl- oder Plakafarbe (ich habe rot und cremeweiß verwendet)
Pinsel
Schere
Bleistift


Die Blumentöpfchen habe ich zuerst mit der Farbe angemalt.

Nach dem Trocken habe ich lustige Gesichter auf die großen Holzkugeln gemalt. Sehen die Engelgesichter nicht schon süß aus?

Aus der Paketschnur scheidest du pro Engel
- ein langes Stück - 35 cm - für den Aufhänger
- ein Stück - 30 cm - für die Beine
- ein Stück - 19 cm - für die Arme.
Ich habe gleich 12 Engel gebastelt, da kommt einiges zusammen 😀








Das Stück Schnur für den Aufhänger legst du erst einmal beiseite. Wenn du halbgebohrte Kugeln verwednest, machst du jeweils einen Knoten an die Enden der Arm- und Beinschnüre.

In das Loch der kleinen Holzperlen gibst du nun einen Tropfen Kleber. Dann stopfst du die verknoteten Ende der Arm- und Beinschnüre jeweils in eine Kugel.
Wenn du durchgebohrte Kugeln für die Hände und Füße verwendest, ziehst du einfach die Kordel durch die Perle und machst dann den Knoten, damit die Kugel nicht mehr von der Schnur rutscht.

Brich einen Zahnstocher in der Mitte durch und knote die Beinschnur so um den Zahnstocher, dass der Knoten mittig in der Schnur sitzt. Sonst hat der Engel am Ende unterschiedlich lange Beine 😊
Um den Knoten mit dem Zahnstocher knotest du dann die Aufhängerschnur. Dann fädelst du die Aufhängeschnur durch das Loch im Blumentopf. Der Zahnstocher zusammen mit den Knoten muss so dick sein, dass er nicht durch das Loch nach oben rutschen kann.

 Jetzt fädelst du den Kopf auf die Aufhängeschnur (noch nicht verknoten!). Die Armschnur knotest du zwischen Blumentopf und Kopfperle fest, so dass die Arme gleich lang sind.


(Hinweis - ich habe für die Fotos die Hand- und Fußperlen erst am Schluss angebracht. Das ist aber ziemlich umständlich, deshalb sieht die Anleitung diesen Schritt schon an früherer Stelle vor.)

Meine 12 Figuren sehen doch jetzt schon richtig nach was aus, nicht?


Aber damit Engel daraus werden, fehlen natürlich noch Flügel und die Sternenkrone. Für beides habe ich mir eine Schablone aus starkem Papier angefertigt, die Umrisse auf Moosgummi übertragen und ausgeschnitten.

Die Flügel werden auf die Blumentöpfe aufgeklebt
Die Sternenkrone braucht für das Aufhängeband noch ein Loch in der Mitte. Ich habe das mit der Lochzange gestanzt, aber ihr könnt auch eine dicke Nadel oder eine Ahle nehmen. Aufhängeschnur durchfädeln, oben verknoten - uuuund: FERTIG!
 

Meine 12 Engel sind inzwischen verschickt, sie gehen an die Facebook-Gruppe "Gemeinsam helfen" und werden so zur Adventszeit krebs- und herzkranke Kinder eine kleine Freude bereiten. Wer mag - die Gruppe sucht immer fleißige Hände, die häklen, stricken, nähen oder basteln. Nicht nur zur Weihnachtszeit!

Linkparties:
Creadienstag
Pamelopee
Ein kleiner Blog




Mittwoch, 23. November 2016

Herbst-Loppa

Ich habe ein neues Lieblingsjäckchen: "LOPPA" ist bei mir eingezogen!

Gestrickt beim Herbstjacken-Knit-Along, ist es rechtzeitig zum Finale der Herzen am letzten Sonntag fertig geworden.
Es war schon ein aufwändiges Projekt. Nie zuvor habe ich so ein Norwegermuster gestrickt, da gab es viel zu lernen. Wie ich die Kniffeleien beim Musterstricken bewältigt habe, habe ich hier genauer beschrieben.
Die Jacke wird praktischerweise in Runden gestrickt. So hat man es nur mit rechten Reihen zu tun, was das mehrfarbige Stricken deutlich vereinfacht. Damit aus dem Pullover eine Jacke wird, macht man etwas sehr Gruseliges: man sichert die Maschen und schneidet das Gestrick vom Saum zum Hals auf! Mehr über dieses Steeken habe ich in diesem Beitrag geschrieben. Hier dazu nur so viel: Es klingt viel schlimmer als es ist.



Nun ist meine herbstfarbene Loppa also fertig, es haben sich zum guten Schluss auch noch die passenden Knöpfe eingefunden, und am Sonntag wurde Loppa bei bestem Herbstwetter "eingetragen".


Da ich dickeres Garn ("Como" von Lamana, ein echter Tipp!) als die Originalanleitung verwendet habe, habe ich laut Maschenprobe Größe S gestrickt. Durch Zu- und Abnahmen im Rumpfbereich sitzt die Jacke figurnah. Wer das nicht möchte, dem gibt die Anleitung auch Rat für eine gerade Form. Die Länge habe ich gekürzt: Die Originaljacke ist hüftlang, was mir an mir nicht gefällt. Nun endet Loppa knapp unter der Taille und wird so auch zu Röcken tragbar sein. 

Ganz besonders gut gefällt mir die Farbzusammenstellung, über die ich mir im Vorfeld wirklich sehr lange Gedanken gemacht habe. Im grauen Herbst und dunklen Winter ist meine Loppa ein echter Farbklecks. 
Die Ärmel habe ich wieder schön lang gestrickt, das spart an kalten Tagen die Handstulpen.


Solange es noch Laub gibt, MUSS ich einfach damit spielen... :)

Ihr seht, Loppa macht mir einfach gute Laune! Schön warm hält sie obendrein, die Merinowolle ist ganz weich und muckelig, dabei ein echtes Leichtgewicht. Abgesehen vom Muster war das Stricken auch nicht sehr schwer. Die Anleitung (hier über Ravelry, auf englisch) ist klar strukturiert und sehr gut verständlich, es läuft sozusagen wie von selbst.
Das Garn gibt es in sehr vielen Farben, z. B. bei Frau Maschenfein.

Und ab jetzt wird wieder genäht, nämlich an meiner Weihnachtsbluse. Bisher scheue ich mich, nach dem Zuschnitt das Nähen zu beginnen - vielleicht bringt mich das Stöbern beim Memademittwoch wieder in die Spur? Nina hat mir mit ihrem tollen Wiggle Dress immerhin schon Lust auf eine neue Schnittauswahl gemacht.

Sonntag, 20. November 2016

Loppa im Finale der Herzen - Herbstjacken-Knit-Along

Beim Herbstjacken-Knit-Along ist heute das Finale der Herzen für Nachzügler wie mich.
Ich finde es total toll, dass auch eine der beiden Gastgeberinnen, die Luise, es nicht rechtzeitig zum offiziellen Finale geschafft hat, so fühle ich mich heute nicht so sehr als Nachzügler, sondern in allerbester Gesellschaft. 

Inzwischen ist auch mein  LOPPA-Jäckchen fertiggeworden, und eigentlich war es gar nicht so schlimm zu stricken. Die meiste Angst hatte ich vor dem Steeken, aber das erwies sich als total unbegründet, wie ich in meinem letzten Post beschrieben habe.

Insbesondere ermöglicht das Steeken, dass man die Jacke in Runden strickt und es daher neben dem Gewirre mit mehreren Farben auch noch mit Rückreihen in linken Maschen zu tun bekommt. Das fand ich extrem schlau, und nachdem ich mir einen tollen Strickfingerring gekauft habe, kam ich auch hervorragend mit Fadenspannung und Fadenhaltung zurecht.

Fast das größte Problem war die Wahl der Knöpfe. Ganze drei Garnituren habe ich gekauft, bis das Richtige dabei war:
Die roten Knöpfe ganz links waren mein erster Kauf auf dem Stoffmarkt. Zu Hause ans Jäckchen gehalten stellte sich heraus, dass ich mich im Rotton ganz schön vergriffen hatte.
Die beigefarbenen Knöpfe links daneben waren die zweite Alternative, gefielen mir im Laden echt gut, erwiesen sich aber am Jäckchen ebenfalls als nicht so prall.
Zwischendurch überlegte ich, die Knöpfe einfach mit der Rückseite nach vorn anzunähen, was ein schönes dunkelrot bzw dunkelbraun ergeben hätte. Aber eine Abstimmung bei Facebook ergab hier keinen klaren Trend, und so suchte ich weiter.

Und - tadaa - wurde fündig mit diesen kleinen braunen Knöpfen, die zwar aus Kunststoff sind, aber aussehen wie die Knöpfe an Opas Joppe:
Das ist jetzt mein Volltreffer. Für die anderen Knöpfe wird sich bei der Vielzahl meiner Jackenprojekte schon noch Verwendung finden.

Insgesamt habe ich das Jäckchen deutlich kürzer gestrickt als in der Anleitung vorgesehen. So geht es knapp über den Hosenbund, was für mich eine vorteilhafte Länge ist. Anderenfalls hätte ich einen Kurzmantel stricken müssen, da wäre ich dann vermutlich heute immer noch nicht fertig.

Und sind die Farben nicht toll? - Ich bin wirklich ganz verliebt!



An den Ärmeln habe ich einen Teil des Passenmusters wiederholt, ebenso am Bund. Dennoch finde ich wirkt das Jäckchen insgesamt nicht "überbunt", sondern die Farben werden vom dezenten Grau der Hauptfarbe gut aufgefangen.

Das verwendete Garn - Como von Lamana - ist eine echte Empfehlung. Es ist superweich und kuschelig, hält sehr warm und hat beim Stricken genügend Stand, dass gefallene Maschen nicht gleich bis ins Nirwana durchrutschen. Ich habe 6 Knäuel der Hauptfarbe, 3 Knäuel rot und je 1 Knäuel curry, bordeaux und braun verbraucht. Sparsam ist das Garn also auch noch, ich hatte etwas großzügiger bestellt und kann mir nun überlegen, ob ich noch eine Mütze aus den Resten stricke.

Mein Fazit - ich bin hochzufrieden, habe meine Scheu vor Norwegermustern verloren, Steeken gelernt und noch dazu ein wunderbares Jäckchen im Schrank.
Die Anleitung war zwar auf Englisch, aber sehr gut strukturiert, mit Skizzen und Fotos versehen wo nötig und absolut gut verständlich. Ich hatte überhaupt keine Probleme. Dazu lässt die Anleitung Freiraum für persönliche Anpassungen, was mir auch sehr gut gefiel.

Und ihr so - seid ihr zufrieden? Ich geh gleich mal gucken!

Vielen Dank auch noch mal an die beiden Organisatorinnen Sylvia/ Frauenoberbekleidung und Luise/ Die Luise! Die Aktion hat mir wieder sehr viel Spaßt gemacht!

Außerdem verlinkt zu:
auf den Nadeln November





WKSA 16 - 2. Termin: .... uuuund - Schnitt!

Heute ist schon der Teil 2 des diesjährigen WKSA. Nächsten Sonntag ist schon der erste Advent! 

Zweifel an Schnitt und Stoff haben mich dieses Mal ja nicht geplagt. Pragmatischerweise, und um überhaupt eine Teilnahme noch zu schaffen, habe ich mich für einen geplanten Schnitt nach vorhandenem und dafür vorgesehenen Stoff entschieden:

Dieser gepunktete Viskosetwill von Stoff &Stil lagert schon seit letztem Herbst in meiner Stoffkiste, und wird jetzt verarbeitet. Ich mag die Anfassqualität, der Stoff ist ganz weich, trotzdem griffig, und fällt sehr schön.

Gestern habe ich den Schnitt abgepaust: 

Der Schnitt ("Pussy Bow" aus Ottobre /15) hat zwar nicht so viele Teile, aber durch Passe und diverse Kräuselungen Passzeichen ohne Ende. Diesmal ist es mir daher echt schwer gefallen, beim Kopieren immer die richtigen Linien zu verfolgen, und kein Passzeichen zu übersehen. Ob's geklappt hat, zeigt sich dann im weiteren Verlauf dieses Projekts. Ganz schön verflucht habe ich auch das karierte Schnittmusterpapier, das ich mir mal versehentlich gekauft habe. Die Karos machen es beim Kopieren eines Schnittes nicht ungedingt übersichtlicher. Puh!

Es folgte ein längeres Schnittmuster-Tetris:
 
Egal, wie ich die Teile auflegte: Irgendwie war der Stoff entweder 10 cm zu schmal oder 20 cm zu kurz... es passte einfach nicht alles drauf. Problem war das Vorderteil mit angeschnittenem Beleg. Irgendwann habe ich entnervt aufgegeben und den Beleg separat zugeschnitten. So konnte ich schließlich alle Teile ausschneiden.  

Nun grübele ich immer noch, ob ich eine verdeckte Knopfleiste hinbekomme. Die würde ich gern haben, damit keine sichtbaren Knöpfe das ohnehin schon recht unruhige Punktemuster stören. Zum anderen habe ich immer noch keine brauchbare Idee gefunden, wie ich die Knopflochmarkierungen so anbringe, dass ich mit meinem automatischen Knopflochprogramm alle Knopflöcher in einer Reihe nähe. Dass das Automatikprogramm immer ein paar Stiche in die "falsche" Richtung (nämlich nach vorn) näht, bevor das eigentliche Knopfloch genäht wird, verwirrt mich total. Und wenn die Knopflöcher hässlich werden, ist die ganze Bluse hin. 

Frau Küstensocke hat mir netterweise schon einen "Knopflochservice" angeboten. Vielleicht komme ich darauf zurück, oder aber es erweist sich der Versuch einer versteckten Knopflochblende als erfolgreich. Das muss ich mal in Ruhe ausbrüten, denn mein Instinkt sagt mir, dass noch mehr Stoff vielleicht zu schwer werden könnte.


Eine Knopfauswahl habe ich immerhin schon in petto. Eigentlich machen sich Knöpfe doch ganz gut. Welche würdet ihr wählen? Die oberen beiden Modelle wären eigentlich ja zu schade, um sie hinter einer Knopfleiste zu verstecken.

Ein weiterer Gedanke, mit dem ich mich herumschlage, ist wieder mal die Schluppe. Immerhin habe ich der Anleitung schon mal entnommen, dass die Schluppe gedoppelt wird. Das Gebastel, das ich bei meiner Schirmchenbluse hatte (mit Rollsaum säumen, handrollieren, doppelt zuschneiden...) wird bei diesem Modell hoffentlich entfallen.

 Nachher wird im Rahmen meiner wöchentlichen Bügelaktion die Einlagen aufbügeln, und vielleicht schon mal mit der Ovi loslegen.

Wir sehen uns wieder am 4.12 - ich bin gespannt, wie es bei euch weitergeht! Hier <klick> geht es zu den Modellen der anderen Teilnehmerinnen

Donnerstag, 17. November 2016

WKSA 2016 - ich mache doch noch mit!

Obwohl ich gerade erfolgreich einen weiteren Angstgegner in Form einer Bleistifthose bezwungen habe, leide ich unter einer Nähblockade.

Die Stoffbox ist prall gefüllt, es gibt so einige schöne Schnitte auf dem Nähplan, aber momentan kann ich mich nicht so recht aufrappeln.

Frau Vigeliensch hat mich aber doch überzeugt, beim WKSA mitzumachen, und weil ich ein braves Mädchen bin, bin ich dabei.

Allerdings brauche ich in diesem Jahr kein Kleid. Eher Hosen und Shirts. Aber die sind ja nicht besonders festlich...

Erst mal nehme ich euch mit auf einen Ausflug in die letzten Jahre:
Hier ist mein gern getragenes Modell vom letzten Jahr nach einem Burda-Schnitt:

Den Schnitt werde ich - mit einem modifizierten Oberteil - auf jeden Fall noch mal für ein Sommerkleid verwenden. Ich mag ihn sehr gern.

Im Jahr davor habe ich einen Rock aus Paillettenstoff genäht:

Den mag ich gern leiden, allerdings ist er so sehr festlich, dass ich ihn bisher nicht oft tragen konnte.

Und 2013 habe ich ein Kleid zur Weihnachtsbluse umfunktioniert.
Auch diese mag ich gern, trage sie aber ebenfalls selten, weil der schimmernde Stoff und der ausgefallene Schnitt sie ebenfalls sehr festlich scheinen lassen.

Daher mein Plan für dieses Jahr: Etwas Alltagstaugliches nähen.
Nämlich diese Bluse hier:

Aus diesem Stoff:

Keine Seide, wie in der Anleitung angegeben, sondern ein Viskosegemisch von Stoff&Stil, das ich schon im letzten Herbst genau für dieses Projekt gekauft habe. Ich hoffe, der Stoff ist nicht zu schwer für die Schleife.

Allerdings würde ich gerne eine verdeckte Knopfleiste konstruieren, da sichtbare Knöpfe meiner Meinung nach die cleane Erscheinung der Bluse zerstören würden (und ich immer noch unter Knopflochphobie leide) . Mal sehn, wie ich das schnittechnisch löse.

Kurz entschlossen wird also am Wochenende der Schnitt abgepaust und zugeschnitten. Und dann - schauma weiter. Mit dem Zeitplan sollte ich hoffentlich keine Probleme bekommen, noch ist ja ordentlich Zeit bis zur Endpräsentation. Allerdings ist die Vorweihnachtszeit ja traditionell immer voll gepackt.

Schön, dass ich mit dabei bin beim WKSA 2016 - ich freue mich schon mitzuerleben, wie unser aller Werke gedeihen!